Die besten Fahrer in der Geschichte der Rallye Dakar

Die Rallye Paris-Dakar ist ohne jeden Zweifel die bedeutendste Rallye überhaupt. Bereits seit 1978 kämpfen sich die Fahrer sowohl in Autos, Trucks, UTVs sowie auf Motorrädern und Quads durch den heißen Wüstensand. Dabei legen die Fahrer täglich eine Strecke von etwa 800 Kilometern zurück, eine echte Herausforderung, der daher nur die besten Athleten gewachsen sind.

Dabei gibt es jedoch wie in jeder anderen Sportart auch bei im Rallye-Sport diese ganz besonderen Athleten, bei denen man meinen könnte, diesen würde nahezu alles gelingen. Einige diese Fahrer möchten wir im Folgenden ein wenig ausführlicher vorstellen und verraten, was diese derart besonders macht und von der großen Konkurrenz unterscheidet.

Stéphane Peterhansel

Stéphane Peterhansel ist ein französischer Rallye-Raid-Fahrer und mit bislang insgesamt 14 Siegen der Rekordsieger bei der Rallye Dakar. Zwischen 1991 und 1998 gewann der Franzose sechsmal die Motorrad-Wertung, ehe er seinen Siegeszug in der Automobil-Wertung nahtlos fortsetzte. Diese konnte er zwischen 2004 und 2018 bislang achtmal gewinnen. Zuletzt im Jahr 2018 und stets zusammen mit seinem Beifahrer Jean-Paul Cottret. Neben den Siegen bei der Rallye Dakar gewann der Franzose unter anderem in den Jahren 1997 und 2001 die Enduro Weltmeisterschaft und bereits 1988 die Internationale Sechstagefahrt.

Jutta Kleinschmidt

Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt ist eine deutsche Rallye-Raid-Fahrerin und eine der weltweit erfolgreichsten Frauen im Motorsport überhaupt. Ihr größter Erfolg datiert aus dem Jahr 2001, als Jutta Kleinschmidt als erste und bislang einzige Frau die Automobil-Gesamtwertung bei der Rallye Dakar für sich entscheiden konnte. Zugleich war dieser Sieg, neben einem deutschen Erfolg in der Truck-Wertung 1985, der einzige Sieg eines deutschen Fahrers bei dieser Rallye. Zu ihren weiteren Erfolgen zählen unter anderem der Sieg in der Damen-Motorrad-Wertung bei der Rallye-Paris-Kapstadt 1993, der Sieg in der Motorrad-Damen-Wertung bei der Rallye Dakar 1994 oder der Sieg der Damen Wertung bei der Australian Safari 1996. Im Jahr ihres Sieges bei der Rallye Dakar erhielt Jutta Kleinschmidt unter anderem mit den Ehrungen zur „ADAC Motorsportlerin des Jahres“, „ARD Sportlerin des Jahres“ oder zur „Rallyfahrerin des Jahres“ von den Lesern der Zeitschrift Motorsport aktuell, ausgezeichnet.

Ari Vatanen

Der Finne Ari Vatanen, der von 1999 bis 2009 Teil des Europäischen Parlaments war, kann auf eine bewegte Karriere als Rallyefahrer zwischen 1974 und 2003 zurückblicken. Unter anderem siegte der Finne im Jahre 1981 bei der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Später wandte sich Vatanen dann immer mehr den Wüstenrallyes zu und gewann mit Peugeot und Citroën insgesamt viermal die Automobil-Wertung bei der Rallye Dakar. Insgesamt ging Ari Vatanen während seiner aktiven Rennfahrerkarriere bei 101 Rallyes an den Start, von denen er 10 gewinnen konnte und bei insgesamt 27 auf dem Podium stand.

Nani Roma

Der Spanier Nani Roma, der eigentlich den Namen Joan Roma Cararach trägt, ist neben Stéphane Peterhansel und Hubert Auriol der einzige Fahrer, der bei der Rallye Dakar sowohl in der Automobil- als auch in der Motorrad-Wertung den Gesamtsieg erringen konnte. Nach einem Erfolg in der Enduro-Europameisterschaft 1998 konnte er im Jahr 2004 auf einer KTM die Motorrad-Wertung der Rallye Dakar für sich entscheiden. Im Anschluss daran wechselte Roma dann vom Motorrad ins Auto und ging zuerst für Mitsubishi an den Start. Im Jahr 2014, also exakt zehn Jahre nach seinem Sieg in der Motorrad-Wertung, konnte Roma dann in einem Wagen des deutschen Mini-Teams die Automobilwertung bei der Rallye Dakar für sich entscheiden und dabei drei Etappen der Rallye gewinnen.