Die besten Rallye-Piloten aller Zeiten

Sie gehören ohne jeden Zweifel zu den Rennfahrern, die den Nervenkitzel lieben und die während eines Rennens das Adrenalin in ihrem Körper spüren müssen, um zu ihrer Höchstform aufzulaufen. Die Rede ist von den Rallye-Piloten, die während der Rennen mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über die Pisten jagen. Dabei durchfahren diese mitunter äußerst schmale Wege in schwierigem Gelände, vorbei an Bäumen, und driften auf der Jagd nach dem Sieg über Untergründe wie Eis, Schnee oder durchfahren heißen Wüstensand.

Und dabei setzen sich dieser Fahrer, mehr noch als die Fahrer in anderen Rennserien, einer nicht zu unterschätzenden Gefahr aus. Daher gibt es auch nur wenige Fahrer, welche sich dieser Herausforderung stellen, und noch weniger Fahrer, die in dieser Sportart auch wirklich erfolgreich sind. Von den ganz erfolgreichen möchten wir im Folgenden einige etwas näher vorstellen und verraten, was diese Fahrer derart besonders macht.

Sébastien Loeb

Der französische Rennfahrer Sébastien Loeb, der zwischen 1999 und 2015 in insgesamt zehn Saisons in der WRC fuhr, ist mit einer Siegquote von 46,2 Prozent der wohl erfolgreichste Fahrer in der Geschichte des Rallyesports. Von 169 Rallyes bei denen er an den Start ging, konnte der Franzose 78 für sich entscheiden, landete 116 Mal auf dem Podium und konnte insgesamt neun Weltmeistertitel in Folge mit Citroën gewinnen. Zudem nahm der Franzose auch hin und wieder an diversen Rundstrecken-Straßenrennen teil, bei denen er unter anderem einen zweiten Platz bei dem 24-Stunden-Rennen-von Le Mans 2006 sowie drei Siege beim Race of Champions verbuchen konnte.

Sébastien Ogier

Bei dem legitimen Nachfolger von Sébastien Loeb handelt es sich mit Sébastien Ogier ebenfalls um einen Fahrer französischer Abstammung, der seinen direkten Vorgänger sogar im direkten Duell zwischen 2013 und 2015 dreimal in Folge besiegen konnte. Zwischen 2013 und 2017 konnte Sébastien Ogier, der seit dem Sommer 2014 mit der Sat 1 Fernsehmoderatorin Andrea Kaiser verheiratet ist, in jedem Jahr den Fahrertitel in der WRC-Fahrerweltmeisterschaft gewinnen. Bis ins Jahr 2016 holte der Franzose alle seine Erfolge mit VW, wechselte dann 2017 zum Team M-Sport von Ford, wo er direkt erneut die Weltmeisterschaft für sich entscheiden konnte, zum bereits fünften Mal in Folge. Mit einem weiteren Erfolg im Jahre 2018 würden Sébastien Ogier dann nur noch drei weitere Titel von der Einstellung der neun Weltmeistertitel trennen, die sein Vorgänger Sébastien Loeb zwischen 2004 und 2012 hintereinander gewinnen konnte.

Colin McRae

In seiner Karriere als Rallye-Fahrer konnte Colin McRae zwischen 1987 und 2006 zwar nur einen WM Titel im Jahre 1995 gewinnen, dürfte durch die Spielereihe Colin McRae Rally auf der PlayStation dennoch vielen ein Begriff sein. McRae war der erste britische Fahrer, der je im Rahmen der FIA WRC den Fahrer WM-Titel gewinnen konnte, und ist bis heute wohl auch der bekannteste Rallye-Pilot aus diesem Land. Zu seinem zweifelhaften Spitznamen „Rollin‘ Mc Crash“ kam der Brite, nachdem er eine Reihe heftiger Unfälle überstanden hatte. Colin McRae starb am 15. September 2007, als er mit seinem Helikopter bei starkem Wind, auf dem Gelände seines Hauses abstürzte. Ein Freund des Rennfahrers, Colin McRaes fünfjähriger Sohn sowie dessen sechsjähriger Freund waren während des Unglücks ebenfalls an Bord des Helikopters und kamen wie der Rennfahrer auf tragische Weise ums Leben. Von 141 Rallyes, bei denen Colin McRae zu Lebzeiten an den Start ging, konnte der Brite 25 gewinnen und stand insgesamt 42 Mal auf dem Podium.