Die FIA WRC

Bei der FIA World Rally Championship (kurz WRC) handelt es sich um eine vom Automobil-Weltverband FIA ausgetragene Rallye-Serie, die bereits seit dem Jahr 1973 ausgerichtet wird. Die WRC ist dabei die höchste von der FIA veranstaltete Rennserie im gesamten Rallyesport und wird daher auch recht häufig als die Königsklasse in diesem Bereich bezeichnet.

Zurück geht diese Rennserie auf die Rallye Monte Carlo im Jahr 1911, in deren Folge die Rallye-Europameisterschaft ins Leben gerufen wurde. Hinzu kam in den 60er Jahren zudem noch eine Markenmeisterschaft, welche beide bereits von der FIA organisiert und 1973 schließlich zur Rallye-Weltmeisterschaft zusammengefasst wurden, die seitdem ausgerichtet wird.

Im Rahmen der FIA World Rally Championships treten die beteiligten Fahrer und Teams in 14 Rennen gegeneinander an, bei denen, wie beispielsweise auch in der Formel 1, ein Punktesystem über die Endplatzierung der Fahrer und Teams am Saisonende entscheidet.

Bereits seit 1979 wird der offizielle Fahrerweltmeistertitel der Rallye-Weltmeisterschaft vergeben, diesen Titel erhält am Ende der Saison der Fahrer, der nach Abschluss aller Rennen in einer Saison die höchste Punktzahl aufweist. Zudem wird nach demselben Verfahren auch ein WM-Titel an den besten Beifahrer vergeben, da dieser bei einer Rallye ebenfalls von großer Bedeutung für den Erfolg des Hauptfahrers sein kann.

Neben den Titeln für Fahrer und Beifahrer geht es in der FIA WRC, wie auch in der Formel 1, in jeder Saison auch um den Hersteller-Titel, welcher an Hersteller vergeben wird, dessen Fahrer im Saisonverlauf die meisten WM-Punkte einfahren konnte. In der Regel nehmen pro Team zwei Fahrzeuge an einem Rennen teil, jedoch können die Hersteller auch ein drittes Fahrzeug ins Rennen schicken, von denen jedoch nur maximal zwei gemeldete sogenannte Werkswagen um WM-Punkte fahren dürfen.

Jede Rallye im Rennkalender der FIA WRC erstreckt sich über einen Zeitraum von drei bis vier Tagen und wird in der Regel von Donnerstag oder Freitag bis Sonntag ausgetragen. Die einzelnen Rennen tragen dabei stets den Namen des Landes oder der Stadt, wo sie jeweils ausgerichtet werden.

Jede Rallye-Strecke ist in 15 bis 25 unterschiedliche Wertungsprüfungen eingeteilt, bei denen es darum geht, die jeweilige Wertungsprüfung in möglichst kurzer Zeit zu beenden. Bei diesen ganz besonderen Herausforderungen kann es sich unter anderem um mit Asphalt, Schotter oder Eis bedeckte Untergründe handeln. Da die Zeiten der Fahrer hierbei bis auf eine Zehntelsekunde genau gestoppt werden, führt der Fahrer das Klassement an, der diese Wertungsprüfungen am schnellsten und am sichersten überwindet.

Etwa zwei bis drei Tage vor einem Rennen verschaffen sich die Fahrer einen Überblick über die Wertungsprüfungen bei der jeweiligen Rallye und besprechen sich in der Folge mit ihrem Beifahrer. Dabei gibt der Fahrer diesem die wichtigsten Informationen über besonders anspruchsvolle Kurven oder anderweitige Besonderheiten des jeweiligen Kurses.

Derartige Besichtigungen werden von den Fahrern in serienmäßigen Fahrzeugen vorgenommen, wobei eine Wertungsprüfung nur maximal zweimal angesehen werden darf.

Punkte werden pro Rennen sowohl für die schnellsten zehn Fahrer vergeben sowie zudem auch für die fünf schnellsten in der Power Stage, wobei es sich um eine kurze Wertungsprüfung zum Beginn oder Ende einer Rallye handelt. So erhält der Sieger einer Rallye 25 und der Zweitplatzierte 18 Punkte, der dritte immer noch 15, die weiteren Fahrer erhalten je nach Platzierung 12/10/8/6/4/2 oder nur einen Punkt. Die fünf schnellsten Crews in der Power Stage erhalten hierfür zwischen fünf und einem Punkt. Um die Punkte für die Hersteller-Wertung zu berechnen, können die Teams ganz einfach die gesammelten Punkte ihrer beiden Fahrer zusammenzählen.