Die Rallye Dakar

Die Rallye Dakar, die früher unter dem Namen Rallye Paris-Dakar ausgerichtet wurde, gilt als die bedeutendste Wüstenrallye der Welt. Die Rallye ist ein Langstreckenrennen, das, mit Ausnahme von 2008, bereits seit 1978 jährlich ausgerichtet wird.

Die Rally Dakar wurde ursprünglich hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen, weshalb sie im Jahr 2008 aufgrund einer Terrorbedrohung abgesagt werden musste und deshalb seit 2009 auf in Südamerika ausgerichtet wird.

Die erste Auflage der Rallye Dakar startete dagegen am 28. Dezember 1978 noch in Paris und endete am 14. Januar 1979 schließlich am Zielpunkt in Katar. Ins Leben gerufen wurde die Rallye Paris-Dakar von dem Franzosen Thierry Sabine, dessen Vater die Rechte nach dessen Tod an die Amaury Sport Organisation (kurz A.S.O.) veräußerte, welche sich noch heute für die Ausrichtung der Rallye Dakar verantwortlich zeichnet. Neben der Rallye Dakar richtet die A.S.O. unter anderem auch die Tour de France im Radsport aus und gehört zu den größten französischen Ausrichtern von Sportveranstaltungen.

Ursprünglich startete die Rallye in der französischen Hauptstadt und endete in der Hauptstadt des Senegal. Allerdings konnte die Rallye Paris-Dakar im Jahr 2008, aufgrund einer Reisewarnung der französischen Regierung nur einen Tag vor deren Beginn, erstmals in 30 Jahren nicht ausgerichtet werden. Die Gründe für diese Entscheidung waren zum einen der Mord an vier französischen Touristen im Dezember 2007 sowie ein Angriff auf drei Soldaten an der Grenze zu Algerien. Zudem gab es konkrete Hinweise auf eine Terrorbedrohung, welche die Rallye selbst betraf, sodass sich die Veranstalter zu der Absage gezwungen sahen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

Die Veranstalter zogen aus der Absage der Rallye Paris-Dakar im Jahr 2008 ihre Konsequenzen und so findet die Veranstaltung seit 2009 nicht mehr in Afrika statt, sondern wird auf dem südamerikanischen Kontinent ausgerichtet. Die erste Auflage in dieser Region startete am 3. Januar 2009 in Buenos Aires und endete am 18. Januar 2009 an derselben Stelle.

Dazwischen hatten die Piloten etwa 6.000 km an Wertungsstrecken zu bewältigen, wobei die Streckenführung die beteiligten Fahrer neben Argentinien auch durch Chile führte, bevor es dann wieder zum Startpunkt in Buenos Aires zurückging.

Der größte Unterschied zwischen der Rallye-Dakar und den Weltmeisterschafts-Läufen der FIA WRC liegt in der Länge der einzelnen Etappen. So müssen die Fahrer bei der Rallye Dakar, bei der es sich um ein echtes Marathonrennen handelt, Etappen mit einer Länge von 800 km am Tag zurücklegen, die größtenteils durch den heißen Wüstensand führen. Mit der Ausnahme eines Ruhetages, zu Mitte der Rallye, sind die Fahrer täglich auf der Piste, was vor allem für die teilnehmenden Privatteams, die ohne Werksunterstützung bei der Rallye starten, eine große Herausforderung darstellt. Aus diesem Grund liegt auch die Ausfallquote bei der Rallye Dakar mit über 50 Prozent weit höher als bei anderen Rallye-Veranstaltungen.

Neben Rallye-Autos starten bei der Rallye Dakar seit 1980 auch stets Motorräder, für die es, wie für Trucks (seit 1980), Quads (seit 2009) sowie UTVs (seit 2017), eine eigene Wertung gibt. Mit bislang insgesamt zwölf Konstrukteurssiegen bei der Rallye Dakar liegt der japanische Automobilhersteller Mitsubishi klar vor dem Zweitplatzierten in dieser Wertung, Peugeot (sieben Siege).

Rekordsieger bei den Fahrern ist der Franzose Stéphane Peterhansel, der 1991, 1992, 1993, 1995, 1997 und 1998 die Motorradwertung bei der Rallye Paris-Dakar gewinnen konnte. Daneben konnte er zwischen 2004 und 2018 auch die Automobilwertung, zusammen mit seinem Bruder Jean-Paul-Cottret als Beifahrer, insgesamt achtmal gewinnen. Mit der deutschen Jutta Kleinschmidt gewann im Jahr 2001 erstmals eine Frau in der Automobilwertung bei der Rallye Paris-Dakar.