Die Rallye Deutschland

Bei der Rallye Deutschland handelt es sich um eine Motorsport-Veranstaltung, die bereits 1982 erstmals ausgetragen wurde und vom ADAC ausgerichtet wird. Bei ihrer ersten Auflage im Jahre 1982 fand die Rallye Deutschland noch in Frankfurt am Main statt, in den späteren Jahren war die Rallye Deutschland auch einige Jahre in Mainz, Koblenz, St. Wendel und Adenau beheimatet, seit dem Jahr 2000 ist Trier der offizielle Start- und Zielpunkt.

Die Rallye Deutschland gehört seit dem Jahr 2002 fest zum Programm der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (kurz WRC) und war seitdem, mit Ausnahme von 2009, in jeder Saison im Rennkalender der WRC-Weltmeisterschaftsläufe zu finden.

Bei der Rallye Deutschland handelt es sich, aufgrund der sehr unterschiedlichen Streckenführung, um eine sogenannte “drei in eins” Rallye. Dabei starten die Fahrer donnerstags nach einem Shakedown vor den Zuschauern an der altehrwürdigen Porta Nigra, dem Wahrzeichen der Stadt Trier. Am Freitag verlagert sich das Rennen dann in die Weinberge, deren Stecken sich durch kurze und schnelle Geraden, gefolgt von scharfen Abzweigungen, auszeichnen. Die Tatsache, dass sich das Geschehen zudem in Hanglage abspielt, macht es für die beteiligten Fahrer an der Rallye Deutschland zudem nicht leichter.

Am Samstag findet die zweite Etappe zu Beginn von Tag Zwei auf dem Truppenübungsplatz Baumholder statt, wo die Fahrer eine Reihe von Wertungsprüfungen, wie die „Panzerplatte“ mitsamt einer Sprungkuppe, überwinden müssen. Dabei geht es für die Piloten zumeist auf einem Gemisch aus Betonplatten und Asphalt zur Sache. Zudem befinden sich an mehreren Stellen der Strecke sogenannte „Hinkelsteine“, welche auf dem ehemaligen Übungsplatz für Militärfahrzeuge als Hindernisse dienen sollen. Diese stellen für die Fahrer nicht zu unterschätzende Hindernisse dar und führen bei Kollisionen in der Regel zu Ausfällen des jeweiligen Fahrers.

Die dritte Etappe der Rallye Deutschland besteht für die Fahrer vor allem aus schnellen Prüfungen auf Landstraßen rund um St. Wedel sowie Wertungsprüfungen, welche in den Weinbergen an der Mosel stattfinden. Zudem findet seit 2007 Sonntags eine „Circus Maximus“ genannte Super Special statt, bei der die Fahrer, über drei Runden, in Dreiergruppen eine rund drei Kilometer lange Strecke in den Gassen der Innenstadt von Trier schnellstmöglich zurücklegen müssen.

Den Abschluss der Rallye Deutschland bildet traditionell die Siegerehrung vor der Porta Nigra, die in der Regel am Sonntagmittag oder am Nachmittag stattfindet, wobei es auch auf die jeweiligen Wetterverhältnisse ankommt, die während der Rallye vorherrschen.

Der erste Sieger dieser mittlerweile äußerst traditionsriechen deutschen Rallye-Veranstaltung war der deutsche Rennfahrer Erwin Weber, der gemeinsam mit seinem Beifahrer Matthias Berg, im Jahre 1982, in einem Opel Ascona 400 die Rallye Deutschland bei ihrer ersten Auflage für sich entscheiden konnte. Als Erster und bislang einziger Frau gelang dies im Jahre 1986 der Französin Michèle Mouton, als diese zusammen mit ihrem Beifahrer Terry Harryman die Rallye Deutschland gewinnen konnte.

Was wiederum die Fahrer betrifft, welche die Rallye Deutschland bislang am häufigsten gewinnen konnten, so liegt in dieser Statistik der deutsche Fahrer Dieter Depping, der 1997 seinen dritten Erfolg bei der Rallye Deutschland feiern konnte, auf Platz drei der ewigen Bestenliste, seit 2017 der Franzose Sébastien Ogier mit vier Siegen an diesem vorbei zog.

Auf Platz eins der Rekordsieger liegt mit insgesamt neun Erfolgen der Franzose Sébastien Loeb, der zwischen 2002 und 2010 sogar die ersten acht WM-Läufe bei der Rallye-Deutschland in Folge für sich entscheiden konnte. Gestoppt wurde dessen Siegesserie dann im Jahr 2011 von seinem Landsmann Sébastien Ogier, der sich in diesem Jahr erstmals in die Siegerliste bei der Rallye-Deutschland eintragen konnte.